Light oder Fettreduziert/arm kann schwer ins Gewicht fallen!
Wer auf eine gesunde und fettarme Ernährung achtet, der hält auch meist Ausschau nach Light-Produkten – versprechen die doch verminderte Kalorien oder zumindest einen niedrigen Fettgehalt. Deshalb gibt es auch immer mehr Lebensmittel, auf denen ein Aufkleber mit dem Wort ‚Light’ oder ‚Zuckerfrei’ prangert.
Daneben werden in der heutigen Werbestrategie viele Produkte als fettreduziert
dem ahnungslosen Kunden angeboten. "Nur 50 % Fett" heißt es oft in
der Werbung.
Wer ‚leichte’ Produkte einkauft, der wird häufig über den Tisch gezogen. Denn die Begriffe Light und Leicht sind nicht geschützt und können somit nach Belieben verwendet werden – und somit muss es sich auch nicht immer um leichte Kost handeln. Nur bei Milchprodukten besteht derzeit eine gesetzliche Festlegung. So darf Käse maximal 32,5 Prozent Fett enthalten und Joghurt 1,8 Prozent Fett nicht überschreiten – wenn Light drauf steht.
Ansonsten muss man die Augen aufmachen und jedes einzelne Etikett genau studieren. Grundsätzlich gilt: Kalorienreduziert sind Lebensmittel dann, wenn deren Energiegehalt um mindestens 40% reduziert ist. Fettarme Produkte müssen mindestens 40% weniger Fett aufweisen als vergleichbare Durchschnittsprodukte. Und als kalorienarm darf ein Produkt nur bezeichnet werden, wenn 100 Gramm davon nicht mehr als 50 kcal, bzw. 100 Milliliter eines Getränks nicht mehr als 20 kcal enthalten.
Wenn Produkte weniger Fett haben, so müssen die fehlenden Bestandteile durch
andere Nährstoffe, Eiweiße, Kohlenhydrate ausgeglichen werden, denn 40 % Fett
heißt ja nicht, dass das Produkt weniger Inhalt hat. Und es gibt eine ganze
Menge anderer Substanzen, die dafür sorgen, dass der Kaloriengehalt eines
fettarmen Produktes größtenteils nur geringfügig oder sogar gar nicht
niedriger ist, als das vergleichbare "normale" Produkt.
Wer also wirklich darauf achten möchte, bräuchte schon einen kleinen Spickzettel beim Einkaufen, um nicht auf falsche Auszeichnungen herein zu fallen. Ansonsten könnte man sich das gar nicht alles merken und würde das eine oder andere Mal verzweifelt vor den Regalen stehen. Einfacher ist es natürlich, wenn man sich von solchen Begriffen gar nicht erst verführen lässt, denn man kann auch auf andere Art und Weise Kalorien bzw. Fett einsparen.
Ernährungswissenschaftler haben nämlich erwiesen, dass bei natürlichem Fett wesentlich schneller ein Sättigungsgefühl eintritt. Statt zu Light-Salami sollte man viel eher zu einem magerem Schinken greifen, weil dieser immer noch bedeutend weniger Fett enthält. Allzu viel Süßes sollte man vom Speiseplan streichen und durch frisches oder getrocknetes Obst ersetzen, das auch süß schmecken darf. Das bringt mehr und macht auf Dauer glücklicher und schlanker(!) als jede Lightprodukt-Diät.
Wie so oft darf man also nicht alles glauben, was einem so erzählt wird. Die Werbeindustrie nutzt solche Begriffe einfach zu gern – auch wenn sie nicht immer der Wahrheit entsprechen. Und die einzigen, die wirklich einen Nutzen aus angeblich kalorienarmen Produkten ziehen, sind die Hersteller. Die können nämlich ein neues Preisschild anbringen, das deutlich höher ist als das der normalen Produkte.
Light fällt nämlich vor allem schwer ins Gewicht, wenn man in sein Portemonnaie schaut.